Die COPD Themen des Monats

Monat für Monat Informationen rund um die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD. Aktuell, unterhaltsam oder einfach nur gut zu wissen. Hier alle bereits erschienen Themen im Überblick:

Zeit für eine Erfrischung

Wasser ist ein raffinierter Stoff, der viele Funktionen erfüllt. Es erfrischt uns, sorgt dafür, dass wir an heißen Tagen durchs Schwitzen abkühlen, es transportiert aber auch die Nährstoffe durch unseren Körper. Aber: Wie viel Wasser ist eigentlich gut für unseren Körper?

Eimer mit Wasser gefüllt

Wie COPD den Bedarf an Flüssigkeit verändert

COPD kann Ihre Lunge dauerhaft auf Hochtouren arbeiten lassen. Die andauernde Entzündung der Atemwege sorgt für eine unablässige Fleißarbeit für die schleimproduzierenden Zellen, welche die Bronchien innen auskleiden. Durch Kontraktion der Bronchien beim Husten wird der Schleim herausgeschleudert, manchmal mit einer solchen Wucht, dass es zu kleinen Verletzungen kommt. Diese werden zwar umgehend repariert, doch geschieht das zu häufig, entstehen Vernarbungen.

Dies führt dazu, dass der Schleim schlechter abtransportiert werden kann, nicht aber dazu, dass weniger davon produziert wird. Im Gegenteil, je weiter die COPD fortschreitet, desto mehr nimmt die Zahl und Größe der schleimproduzierenden Zellen zu.

Der springende Punkt: Die Schleimbildung ist abhängig von der Flüssigkeitszufuhr. Es ist für COPD-Patient:innen besonders wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um die Bildung von dünnflüssigem Schleim zu ermöglichen. Zu wenig Wasser würde zu trockenem Husten führen, den viele Menschen als besonders quälend wahrnehmen.

Auch zu viel Wasser trinken kann schaden

Ist also Wasser = COPD-Symptombesserung? Ganz so einfach ist es nicht. Auch ein Zuviel an Flüssigkeit kann die Lunge belasten, indem es den Druck in den Blutgefäßen erhöht. Eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr ist also genau richtig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt z. B. täglich rund 1,5 Liter Wasser oder kalorienarme Getränke, wie Tee oder verdünnte Fruchtsäfte, zu sich zu nehmen.

Alkohol ist doch auch flüssig, oder nicht?

Flüssig ja, aber übermäßiger Alkoholkonsum fördert wieder Entzündungen in den Atemwegen. COPD-Patient:innen sollten deshalb generell etwas mehr sowohl auf die Menge als auch die Vol.-% achten. Als gesundheitlich unbedenkliche Menge gilt bei Frauen ein 0,1-l-Glas Wein, bei Männern zwei kleine Bier mit 0,33 l.

In diesem Sinne: Auf Ihr Wohl, bleiben Sie so weit gesund.

 

Referenzen
1. Gesundheit. Husten ist nicht gleich Husten. Online verfügbar unter: https://www.gesundheit.de/krankheiten/fiebergrippe-erkaeltung/husten/husten-ist-nicht-gleich-husten. Zuletzt aufgerufen am 10.08.2022.
2. Lungeninformationsdienst. Ernährung bei Lungenerkrankungen. Online verfügbar unter: https://www.lungeninformationsdienst.de/therapie/leben-mit-krankheit/ernaehrung/index.html. Zuletzt aufgerufen am 10.08.2022.
3. Wasser als unser Lebenselixier. https://nordseeklinik-westfalen.de/wp-content/uploads/2021/10/Patientenbibliothek_03-2021_Wasser-als_Lebenselikier.pdf. Zuletzt  aufgerufen am 10.08.2022.

DE-48691 08/2022

Bereit für die Reise? – Urlaubs-Checkliste bei COPD

Egal wo es hingeht, Sie haben Ihre Lunge immer dabei. Und wenn Sie genau in sich hineinhören, wissen Sie auch, was ihr gut tut. Heute lassen Sie Ihre Lungen mal all das einpacken, was sie (für Notfälle) braucht, und sie bestimmt, wo es hingehen soll.

Schatten eines Flugzeugs über Wald

Die Lunge entscheiden lassen, wo es hingehen soll

Forscher:innen aus den USA zeigten in einer Studie, dass vor einem Gewitter signifikant mehr Menschen über 65 Jahre wegen Atemwegsproblemen die Notaufnahme aufsuchten. Während der 14 Jahre, in der die Studie stattfand, waren mehr als 820.000 schwere Gewitter über die USA hinweggezogen. Jeweils am vorherigen Tag wurde ein Anstieg der Atemwegsnotfälle in den Kliniken verzeichnet.

Woher kommt dieser Zusammenhang?

Aufgepasst bei internationalen Städtereisen. Kairo, Bangkok, Peking oder Neu-Delhi – Großstädte mit hoher Luftverschmutzung sind COPD-Patient:innen nicht zuträglich. Ihre Lunge weiß genau: Das Meer oder in der Nähe von Salinen liegende Luftkurorte bieten Bedingungen, die ihr helfen, Schleim zu lösen und freier durchatmen zu können. Leider birgt aber die salzhaltige, feuchte Luft für COPD-Patient:innen am Meer manchmal auch das Risiko einer Überreizung der Atemwege, was zu einer Verschlimmerung der Symptome  führen kann.

So kommt daher gemäßigtes Klima wie in Mittelgebirgen am ehesten in Frage. Führen Ihre Wege in höhere Gefilde der Alpen, ist Vorsicht geboten: Der verfügbare Sauerstoff nimmt mit der Höhe ab – COPD-Patient:innen bekommen das deutlich stärker zu spüren als Gesunde.

Notfällen vorbeugen: Reiseapotheke für COPD-Patient:innen

Ein Ärgernis, das viele kennen, ist das Suchen und oft teure Nachkaufen von Medikamenten, die man zuhause vergessen hat. Auch was die Qualität angeht oder das Gefühl, ob man auch das „Richtige“ bekommen hat, kann einen schon verunsichern.

Prüfen Sie daher noch einmal, bevor Sie sich auf den Weg machen, ob Ihr Inhalator nicht schon zur Neige geht bzw. ob er überhaupt in der Reisetasche gelandet ist.

Falls Sie auf Sauerstoff angewiesen sind und fliegen, sollten Sie vorher bei Ihrer Fluggesellschaft nachfragen, ob Sauerstoffgeräte an Bord erlaubt sind. Bei der Lufthansa muss für die Mitnahme eines Sauerstoffkonzentrators etwa vorher eine Genehmigung eingeholt werden.

Auf Nummer sicher gehen

Noch ein letzter Tipp: COPD-Patient:innen sollten sich richtig versichern. Das ist insbesondere im Ausland wichtig, zum Beispiel mit einer Reiserücktrittsversicherung, einer Reise-Krankenversicherung und einer Reiserückholversicherung. Sicher ist (bekanntlich) sicher.

Für welches Ziel sich Ihre Lunge auch entschieden hat: Genießen Sie Ihren gemeinsamen Urlaub!

Ihnen steigen die heißen Tage zu Kopf? Hier finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie sich und Ihre Lunge hitzefest machen.

 

Referenzen
1. Ärzte Zeitung. Das sollten Lungenkranke auf Reisen beachten. Online verfügbar unter https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Das-sollten-Lungenkranke-auf-Reisen-beachten-293495.html (Letzter Zugriff 20.07.2022)
2. FOCUS. Urlaub für die Bronchien: Wo die Lunge Kraft tankt. Online verfügbar unter https://www.focus.de/gesundheit/experten/juergen_behr_oliver_eickelberg/urlaub-fuer-die-lunge-wo-die-lunge-kraft-tankt_id_4041831.html (Letzter Zugriff 20.07.2022)
3. Lufthansa. Mitnahme von gefährlichen Gegenständen. Online verfügbar unter https://www.lufthansa.com/de/de/informationen-zur-mitnahme-von-gefaehrlichen-gegenstaenden (Letzter Zugriff 20.07.2022)

DE-47803 08/2022

Wetterextreme – auch die Lunge leidet Sie

Sie werden es auch gespürt haben, eine außergewöhnliche Hitzewelle hatte uns Mitte Juni erfasst. Davon betroffen waren weite Teile Europas. In Spanien herrschte im Juni beispielsweise die schlimmste Hitzewelle seit dem Jahr 1950. Mit den steigenden Temperaturen hat auch die Schwere von Gewittern zugenommen.

Gewitterwolken

Atemwegsprobleme bei herannahendem Gewitter

Forscher:innen aus den USA zeigten in einer Studie, dass vor einem Gewitter signifikant mehr Menschen über 65 Jahre wegen Atemwegsproblemen die Notaufnahme  aufsuchten. Während der 14 Jahre, in der die Studie stattfand, waren mehr als 820.000 schwere Gewitter über die USA hinweggezogen. Jeweils am vorherigen Tag wurde ein Anstieg der Atemwegsnotfälle in den Kliniken verzeichnet.

Woher kommt dieser Zusammenhang?

Vor Ausbruch der Gewitter wurde sowohl ein Temperaturanstieg als auch ein Anstieg der Feinstaubkonzentration registriert. Die Forscher:innen vermuten darin die Ursache für die durch Unwetter bedingten Atemwegsprobleme.

Was kann man dagegen tun?

Sie können sich über verschiedene Portale über die Wettervorhersage informieren und dementsprechend vorbereiten. Trinken Sie viel Wasser, verlegen Sie den Aufenthalt im Freien auf die Morgen- und Abendstunden und vermeiden Sie körperliche Anstrengung an besonders heißen Tagen und insbesondere an Tagen vor nahenden Gewittern.

Aktuelle Vorhersagen für wetterempfindliche Menschen, darunter auch für Menschen mit Atemwegserkrankungen, und Tipps für Ihre Gesundheit finden Sie hier.

Ihnen steigen die heißen Tage zu Kopf? Hier finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie sich und Ihre Lunge hitzefest machen.

 

Referenzen
1. Ärzte Zeitung. Warum es vor einem Gewitter mehr Atemwegsnotfälle gibt. Online verfügbar unter https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Warum-Gewitter-und-Atemwegsprobleme-zusammen-haengen-koennten-411964.html (Letzter Zugriff 20.06.2022).
2. Pharmazeutische Zeitung. Belastende Wetterextreme. Online verfügbar unter https://www.pharmazeutischezeitung.de/belastende-wetterextreme/ (Letzter Zugriff 20.06.2022).
3. Menschenwetter. Aktuelle Vorhersagen. Online verfügbar unter https://www.menschenswetter.de/forecast/public (Letzter Zugriff 20.06.2022).

DE-46839 07/2022

Die innere Mitte suchen und finden

Mit COPD fällt das Atmen schwer. Deshalb gehören zu einer ganzheitlichen Therapie der COPD auch Atemübungen, sportliches Training und Entspannung. Alle drei Therapieansätze stabilisieren und tragen zur Verbesserung der Lungenfunktion bei. Welche Methoden dabei im Trend liegen und warum Sie so ein großes therapeutisches Potential haben, erfahren Sie hier.

Jogger im Schnee

Nicht schon wieder das Thema „bewusst atmen“?

Tief einatmen – tief ausatmen. Diese Worte haben wir schon so häufig gehört, dass sie mittlerweile fast wirkungslos an uns vorbeigehen. Mal ist es die Freundin oder der Freund nach einem stressigen Tag, mal der Coach im Präsentationstraining oder die Ärztin in der Praxis. „Kennt man ja schon“, denkt man sich, wenn man diese Worte hört, „ist ja  schön und gut, aber das hilft mir auch nicht wirklich weiter.“

Die Bedeutung des richtigen Atmens kann allerdings nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wie wichtig der Atem für unsere Lebensqualität ist, das merkt man vor allem dann, wenn er fehlt. COPD- oder Asthma-Patient:innen wissen das am besten.

Atemübungen sind alles andere als langweilig, wenn man sich denn wirklich auf sie einlässt und sich Zeit mit sich selber schenkt.

Das konsequente Trainieren des Atems kann sogar zu wahren Wundern führen, wie etwa bei Wim Hof, dem 53-jährigen niederländischen Briefträger, der mithilfe seiner eigenen  Atemtechnik in der Lage war, 26 Weltrekorde zu sammeln, darunter etwa einen Halbmarathon barfuß bei minus 25 Grad in Sibirien zu laufen.

Durch Yoga die innere Mitte finden.

Die wohl älteste Lehre vom bewussten Atmen findet sich im Yoga, der jahrtausendealten indischen Tradition für Atemübungen und bewusste Körperbewegung. Sie kann die Lebensqualität von COPD-Patient:innen entscheidend verbessern:

Wissenschaftler:innen untersuchten 11 Studien, in denen COPD-Patient:innen in je eine Yoga-Gruppe und eine Kontrollgruppe zugewiesen wurden. Die Analyse dieser Studien deutete darauf hin, dass Yoga – speziell atemfokussiertes Yoga – sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Lungenfunktion von COPD-Patient:innen verbessern konnte.

Nebenbei geht durch Yoga wohl auch die Linderung der Anspannung einher, die die Krankheit oft begleitet. Während man zum Beispiel bei COPD oder in stressigen Momenten meist flach und schneller als sonst atmet, wird durch diese bewusste Yoga-Atmung der Atem mit etwas Übung tiefer, ruhiger und gleichmäßiger.

Denken Sie daran, dass Sie immer das tun sollten, was Ihnen und Ihrem Körper wirklich guttut. Die Bewegung oder die Atemübungen sind kleine Herausforderungen, mit denen Sie sich wohltuende Zeit mit sich selber schenken können. So kommen Sie Ihrer inneren Mitte näher. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

 

Referenzen
1. Wochenblatt. Der Iceman stellt neuen Weltrekord auf. Online verfügbar unter: https://www.wochenblatt.de/archiv/ der-iceman-stellt-neuen-weltrekord-auf-8867 (Letzter Zugriff 16.05.2022)
2. Deutsches Gesundheitsportal. Yoga verbessert Lungenfunktion und Leistungsfähigkeit bei COPD. Online verfügbar unter: https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2021/11/02/yoga-verbessert-lungenfunktion-und-leistungsfaehigkeit-bei-copd/ (Letzter Zugriff 16.05.2022)
3. TK. Lernbar und nützlich: Yoga-Atmung. Online verfügbar unter: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-undmedizin/ behandlungen-und-medizin/copd/tk-plus-bei-copd/dmp-news/lernbar-und-nuetzlich-yoga-atmung-2095342 (Letzter Zugriff 16.05.2022)

DE-45940 06/2022

COPD und Job – wie geht das zusammen?

„Sag ich es den Leuten in meiner Arbeit oder behalte ich es für mich?“ Eine Frage, die sich viele Menschen mit chronischen Erkrankungen irgendwann stellen. Meistens geht eine Offenlegung mit verbesserten Arbeitsbedingungen für Sie einher, kostet zunächst aber Überwindung.

Zwei gegeneinandergehaltene Fäuste

Belastung im Berufsalltag

Durch die chronische Erkrankung kommen Sie möglicherweise im Alltag langsamer voran – manchmal haben Sie mit Schmerzen und Abgeschlagenheit zu kämpfen.

Die Belastung, die COPD nicht nur Ihrem Körper, sondern auch Ihrer Psyche auferlegt, kann sich auch in Ihrer Produktivität am Arbeitsplatz niederschlagen. Vielleicht kommen Sie dem Tempo Ihrer Kolleg:innen nicht mehr hinterher oder Sie machen sich Sorgen darüber, dass es einmal so weit kommen könnte. Dennoch versuchen Sie allen zu zeigen, dass Sie ganz der/die Alte sind, so wie man Sie eben kennt.

Das Verheimlichen der gesundheitlichen Probleme steht allerdings häufig einer gemeinsamen Lösungsfindung mit dem Arbeitgeber im Wege. Vielleicht können Kolleg:innen bestimmte Aufgaben übernehmen und Ihnen somit eine Last von der Schulter nehmen? Möglicherweise können Sie auch mehr von zuhause arbeiten, um beschwerliche Wege zu Ihrem Arbeitsplatz zu vermeiden?

An wen kann ich mich wenden?

Wenn Sie kein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrer/m Chef:in oder der Personalabteilung haben, bedeutet das nicht automatisch, dass Ihnen nicht geholfen werden kann. Bei vielen Arbeitgebern gibt es z. B. gewählte Beschäftigtenvertretungen, die die Interessen der Mitarbeitenden vertreten. Sie bieten oft Sprechstunden an und dürfen persönliche Informationen nicht weitergeben. Auch Betriebsärzt:innen beraten Beschäftigte mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und helfen bei der erforderlichen Anpassung des Arbeitsplatzes.

Wussten Sie, dass es für Sozialversicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit aufgrund ihrer Erkrankung gefährdet sehen, die Möglichkeit gibt, eine Rehabilitation durchzuführen?

Manchmal wird es jedoch so schwierig, dass man kaum noch weiterweiß. In dem Fall sollte auch ein psychotherapeutisches Gespräch kein Tabu sein.

Wollen Sie herausfinden, wie offen Sie mit diesem Thema in Ihrer Arbeit umgehen sollten? Dieser kurze Fragebogen erfasst Ihre Situation und unterstützt Sie dabei, die passende Entscheidung zu treffen. Zum Selbsttest: https://sag-ichs.de/selbst-test

Denken Sie daran – welche Strategie für Sie die beste ist, entscheiden Sie selbst. Wichtig dabei ist nur: Achten Sie darauf, was Ihnen guttut, sprechen Sie mit vertrauten Menschen über Ihre Situation und lernen Sie auch mal „nein“ zu sagen.

 

Referenzen
1. Sag ich’s? Beratung und Unterstützung. Online verfügbar unter https://sag-ichs.de/gut-zu-wissen/beratung-und-unterstuetzung (Letzter Zugriff 21.04.2022)
2. Leichter atmen. Mit dem Arbeitgeber Lösungen entwickeln. Online verfügbar unter https://www.leichter-atmen.de/copd-und-beruf (Letzter Zugriff 21.04.2022)
3. ASU. Mit chronischer Krankheit arbeiten — (k)ein Problem? Online verfügbar unter https://www.asu-arbeitsmedizin.com/selbstmanagement-und-gesundheitskompetenz/strukturierte-gruppenprogramme-zur-foerderung-von von (Letzter Zugriff 21.04.2022)

DE-45013 05/2022

April, April – ich weiß, was ich will!

„Lernen Sie Ihre Krankheit zu akzeptieren“ – ein gut gemeinter Rat, den bestimmt alle Menschen mit chronischen Erkrankungen schon einmal gehört haben. Doch oft ist das leichter gesagt als getan.

Berg mit langer Treppe

Keine leichte Aufgabe

Ein großes Projekt bei der Arbeit, eine neue Sportart lernen oder das passende Geburtstagsgeschenk finden. Im Alltag werden wir jeden Tag aufs Neue vor kleine und große Herausforderungen gestellt, deren Bewältigung mal besser und mal weniger gut gelingt. Genauso läuft es in der Krankheitsbewältigung. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Strategien, wie Menschen mit ihrer Erkrankung umgehen: zum einen ein bewusster, aktiver Umgang mit der Erkrankung und zum anderen ein unbewusster, passiver. Sie können sich schon denken, was die bessere Variante ist. Nur wer sich seiner Erkrankung bewusst ist, kann auch selbst dazu beitragen, die Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Was will ich?

Der erste Schritt auf diesem Weg ist es, die Erkrankung als Teil des Lebens anzunehmen. Was dafür von Ihrer Seite wichtig ist, ist der Wille, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen – trotz der Einschränkungen. Es geht dabei nicht nur um eine erfolgreiche Behandlung, sondern vielmehr darum, Ihre Gedanken, Gefühle und die Kontakte zu wichtigen Menschen in Ihrem Leben neu zu ordnen.

Und wie schafft man das?

Einigen Menschen hilft es beispielsweise, ihre Alltags-Aktivitäten genauer zu planen und an die Bedürfnisse ihres Körpers anzupassen. Viele können mit der Zeit auch ihre Kraft besser dosieren. Dafür kann es hilfreich sein, bei alltäglichen Aufgaben Energie zu sparen, zum Beispiel indem Sie sie bewusst langsamer oder im Sitzen erledigen. Konzentrieren Sie sich außerdem mehr auf die Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind. Sie waren bisher besonders aktiv in Ihrer Freizeit? Suchen Sie nach Möglichkeiten, Ihre bestehenden Aktivitäten an die eigene Leistungsfähigkeit anzupassen, um diese auch weiterhin ausüben zu können. Ergänzend dazu kann es helfen, wenn Sie sich bestimmte Atem- und Entspannungstechniken aneignen.

Welche Strategie für Sie die beste ist, entscheiden Sie selbst. Wichtig dabei ist nur: Achten Sie darauf, was Ihnen guttut, setzen Sie sich klar definierte Ziele und lernen Sie auch mal „nein“ zu sagen.

 

Referenzen
1. COPD-Deutschland. COPD: Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität. Online verfügbar unter https:// www.copd-deutschland.de/images/patientenratgeber/patientenbroschueren/psyche.pdf (Letzter Zugriff 15.03.2022).
2. Gesundheitsinformation. Was kann helfen, mit einer COPD umzugehen? Online verfügbar unter https:// www.gesundheitsinformation.de/was-kann-helfen-mit-einer-copd-umzugehen.html (Letzter Zugriff 15.03.2022).

DE-44010 04/2022

Fasten? Ja, aber anders!

Es ist wieder so weit, die Fastenzeit steht an. Für viele mit dem Ziel, die Kilos der Weihnachtszeit wieder loszuwerden, sich buchstäblich in Form zu bringen, neue Energie zu gewinnen, auch mental. Kurz: Der Vorsatz steht an, in den kommenden Wochen der einen oder anderen Versuchung zu widerstehen. Warum das nicht Ihr Lieblingsgericht sein sollte, erfahren Sie hier.

Verschiedene farbenfrohe Gerichte.

Besser essen anstatt Fasten

Die meisten Menschen hoffen während der Fastenzeit überschüssige Pfunde loszuwerden, COPD-Patient:innen haben jedoch häufig das gegenteilige Problem: Untergewicht. Mehr als die Hälfte der Patient:innen ist davon betroffen.

Grund dafür ist meist die Krankheit selbst, die über verschiedene Wege zum Gewichtsverlust führen kann. Beispielsweise verbrauchen Betroffene durch die erschwerte Atmung mehr Kalorien. Bei Untergewicht steht Ihrem Körper nicht mehr ausreichend Energie zur Verfügung, was das Atmen zusätzlich erschweren kann. Zudem steigt das Infekt-Risiko und es entwickelt sich häufiger Knochenschwund. Für Sie als COPDPatient: in ist es deshalb besonders wichtig, auf ein gesundes Körpergewicht zu achten.

Sie haben Untergewicht?

Durch richtige Ernährung können Sie Untergewicht entgegenwirken und dazu beitragen, die Prognose Ihrer COPD zu verbessern. Hier einige Tipps, die Ihnen helfen können, an Gewicht zuzulegen:

  • Sie haben es sicher schon oft gehört, aber aus gutem Grund: Achten Sie auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung mit hohem Eiweißgehalt
  • Essen Sie Ihre Mahlzeiten über den Tag verteilt und nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Essen
  • Wenn Sie keinen Appetit haben, greifen Sie besser erst nach dem Essen zum Getränk, denn sogar Wasser kann den Appetit vermindern
  • Falls Sie trotz angepasster Ernährung weiter abnehmen, kann zusätzlich hochkalorische Trinknahrung aus der Apotheke hilfreich sein, um Ihr Gewicht zu halten
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihnen eine persönliche Ernährungsberatung helfen kann

Und zum Schluss ein besonders wichtiger Punkt: Vergessen Sie dabei nicht, Ihr Essen zu genießen! Wir wünschen guten Appetit, auch in der Fastenzeit.

 

Referenzen
1. Ärztezeitung. Untergewicht bei Patienten mit COPD ist gefährlich. Online verfügbar unter https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Untergewicht-bei-Patienten-mit-COPD-ist-gefaehrlich-382297.html (Letzter Zugriff 22.02.2022).
2. Lungenärzte im Netz. Patienten mit COPD sollten Untergewicht vermeiden. Online verfügbar unter https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/patienten-mit-copd-sollten-untergewicht-vermeiden/ (Letzter Zugriff 22.02.2022).
3. Techniker Krankenkasse. Ernährung bei COPD. Online verfügbar unter https://www.tk.de/techniker/gesundheitund- medizin/behandlungen-und-medizin/copd/ernaehrung-bei-copd-2013474?tkcm=ab (Letzter Zugriff 22.02.2022).
4. COPD - Deutschland. COPD und Ernährung. Online verfügbar unter https://www.copd-deutschland.de/images/patientenratgeber/patientenbroschueren/copd-und-ernaehrung.pdf (Letzter Zugriff 22.02.2022).

DE-43312 02/2022

Neue Leitplanken für Ihre COPD-Therapie

Nicht nur im Straßenverkehr sorgen Leitplanken für mehr Sicherheit, auch für Ihre COPDBehandlung gibt es eine Art Leitplanke – die sogenannte „Nationale VersorgungsLeitlinie COPD“. Anhand dieser Leitlinie erhält Ihr Arzt/Ihre Ärztin Unterstützung bei der Auswahl der bestmöglichen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden für alle Patient:innen.

Neue Leitplanken für Ihre COPD-Therapie

Nicht nur die Medikamente sind wichtig

Im letzten Jahr wurde die Leitlinie an die aktuellen Erkenntnisse der Forschung angepasst. Unter anderem sind Expert:innen zunehmend der Meinung, dass die nichtmedikamentösen Behandlungen eine größere Rolle bekommen sollen. Nichtmedikamentöse Behandlungen sind beispielsweise spezielle Schulungen, psychosoziale Beratung oder körperliches Training. Ein wichtiger Punkt dabei ist außerdem die Empfehlung, dass alle COPD-Patient:innen einen schriftlichen Aktionsplan erhalten sollen. Dabei sind auch Sie gefragt!

Ein schriftlicher Aktionsplan – was ist das?

Der schriftliche Aktionsplan enthält wichtige Informationen zu Ihrer COPD-Behandlung. Dabei geht es zum Beispiel um Ihren aktuellen Gesundheitszustand und um Hinweise zur korrekten Einnahme der Medikamente, die Sie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin verschrieben bekommen haben. Den Plan füllen Sie zusammen mit diesem/r aus und besprechen ihn auch regelmäßig. So hilft er Ihnen dabei, gesundheitliche Veränderungen leichter einschätzen zu können, und gibt Ihnen gleichzeitig mehr Kontrolle im Umgang mit Ihrer Erkrankung. Ein begleitender, leicht verständlicher Leitfaden bereitet Sie besser auf Notfälle vor, die eine schnelle, aber auch bedachte Reaktion erfordern.

Lernen Sie sich selbst zu helfen!

Warum ist ein solcher Plan wichtig? Studien zeigten, dass Aktionen zum Selbstmanagement die gesundheitsbezogene Lebensqualität von COPD-Patient:innen verbessern und Krankenhauseinweisungen aufgrund der Atemwegserkrankung verringern können. Für den Behandlungserfolg ist es also besonders wichtig, dass Betroffene sich selbst zu helfen wissen.

Sie wollen auch selbst aktiv werden? Mit einem Klick hier geht’s direkt zum Aktionsplan auf der Internetseite der Atemwegsliga.

Gibt es noch etwas, das Sie selbst tun können? Ja! Bleiben Sie in Bewegung! Regelmäßiges körperliches Training hält Sie nicht nur fit, sondern sorgt auch für mehr Wohlbefinden und hilft Ihnen dabei, die täglichen Belastungen des Alltags zu meistern.

 

Referenzen
1. Lungenärzte im Netz. Neue Regeln für die Diagnose und Behandlung von COPD. Online verfügbar unter https:// www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/neue-regeln-fuer-die-diagnose-und-behandlung-voncopd/ (Letzter Zugriff 31.01.2022).
2. Atemwegsliga. Persönlicher COPD-Aktionsplan. Online verfügbar unter https://www.atemwegsliga.de/tl_files/ eigene-dateien/Train-The-Trainer/Aktionsplan%20COPD.pdf (Letzter Zugriff 31.01.2022).
3. Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie COPD – Teilpublikation der Langfassung, 2. Auflage. Version 1. 2021 [31.01.2022]. DOI: 10.6101/AZQ/000477. www.leitlinien.de/copd.
4. Lungenärzte im Netz. Was Atemtherapie und körperliches Training bei COPD bringen. Online verfügbar unter https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/was-atemtherapie-und-koerperliches-training-beicopd- bringen/ (Letzter Zugriff 03.02.2022).

DE-42583 02/2022

Wer singen kann, hat mehr vom Leben

Zum Start ins neue Jahr hat sich fast jeder etwas vorgenommen. Sie wollen mehr auf Ihre Gesundheit achten? Neue Leute kennenlernen? Sich und anderen etwas Gutes tun? Vielleicht wollen Sie das neue Jahr auch mit einem neuen Hobby beginnen? Dafür haben wir hier einen Vorschlag: Singen – und zwar am besten gemeinsam im Chor.

Noten aus Wunderkerzen

Was hat Singen mit besserer Gesundheit zu tun?

Dass Singen im Chor Spaß macht und Menschen zusammenbringen kann, leuchtet ein, aber wie kann man damit etwas für seine Gesundheit tun?

Dieser Frage sind Forscher:innen nachgegangen und konnten zeigen, dass es vielen COPD-Patient:innen besser geht, wenn sie im Chor singen. Durch regelmäßiges Singen lernten sie eine gute Atemtechnik, die dabei hilft, den Atem optimal zu nutzen. Zudem wird beim Singen die Atemmuskulatur trainiert. Beim Einatmen muss sich die Lunge ausdehnen. Dies geschieht mit Hilfe verschiedener Muskelgruppen, u. a. dem Zwerchfell. Es zieht sich beim Einatmen zusammen und macht Platz für die Lunge. Diese Muskeln, insbesondere das Zwerchfell, können durch die tieferen Atemzüge beim Singen gestärkt werden.

Ein Hobby für Körper und Seele

Es gibt Hinweise darauf, dass Singen neben dem Einfluss auf die Atemfunktion auch positive Auswirkungen auf die Lebensqualität hat. In einer britischen Studie berichteten COPD-Patient:innen, die an einem Gesangsprogramm teilnahmen, im Anschluss von einem verbesserten mentalen und sozialen Wohlbefinden. Die Teilnehmer:innen knüpften neue Freundschaften und fühlten sich motivierter, auch anderen Aktivitäten nachzugehen. Außerdem macht Singen einfach Spaß, und das steigert bekanntlich ebenso die Lebensqualität.
Gemeinsames Singen kann also aus mehreren Gründen dafür sorgen, besser mit der Erkrankung zurechtzukommen.

Worauf warten Sie noch?

Starten Sie mit einem neuen Hobby ins neue Jahr! In Deutschland gibt es bereits mehrere Gesangsgruppen und Chöre für Menschen mit und ohne Lungenerkrankungen. Bestimmt finden auch Sie eine passende Gruppe in Ihrer Nähe!

 

Referenzen
1. Lungeninformationsdienst. Atmung: Wie funktioniert die Atemmechanik? Online verfügbar: https://www.lungeninformationsdienst.de/praevention/grundlagen-atmung/atemmechanik/index.html (Letzter Zugriff 21.12.2021).
2. Lungenärzte im Netz. Chorsingen und Bewegung – das kann bei COPD helfen. Online verfügbar: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/chorsingen-und-bewegung-das-kann-bei-copdhelfen/ (Letzter Zugriff 21.12.2021).
3. Lungenärzte im Netz. Singen kann Patienten mit COPD zu mehr Atemluft und Lebensqualität verhelfen. Online verfügbar: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/singen-kann-patienten-mit-copd-zumehr- atemluft-und-lebensqualitaet-verhelfen/ (Letzter Zugriff 21.12.2021).

DE-42014 01/2022

Stopp! Ein guter Start ins neue Jahr

Wieder geht ein Jahr zu Ende. Ein guter Zeitpunkt, um zu reflektieren, was im vergangenen Jahr alles geschehen ist, und um sich auf das kommende Jahr einzustimmen. Haben Sie auch schon darüber nachgedacht, was Sie im vergangenen Jahr alles erreicht haben? Worauf Sie besonders stolz sind? Aus welchen Fehlern Sie lernen möchten? Und was Sie im kommenden Jahr anders machen wollen?

Verbesserung der Gesundheit als Nichtraucher

Machen Sie mit!

Ein häufiger Neujahrsvorsatz ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Wirft man einen Blick auf die Zahlen in Deutschland, so sank der Anteil an Raucher:innen unter den jungen Erwachsenen vom Jahr 2001 bis 2018 um fast die Hälfte.1 Haben auch Sie diesen Vorsatz gefasst und wollen bald zu den Nichtraucher:innen gehören? Super, Sie werden sehen, Ihr Körper wird es Ihnen bereits nach kurzer Zeit danken.

Was haben Sie davon, mit dem Rauchen aufzuhören?

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, weiß inzwischen jede/r. Um die Motivation für einen Rauch-Stopp zu stärken, ergibt es durchaus Sinn, sich einmal die positiven Auswirkungen des Nikotinverzichts bewusst zu machen. Die ersten Veränderungen machen sich nämlich bereits nach wenigen Stunden bemerkbar. Von da an wird der Körper wieder besser mit Sauerstoff versorgt.2 Nach ungefähr zwei rauchfreien Wochen verbessert sich auch die Lungen- und Kreislauffunktion und nach ca. 10 rauchfeien Jahren sinkt sogar das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um die Hälfte.3
Gut zu wissen: Diese gesundheitlichen Vorteile gelten für jedes Alter und egal wie lange Sie vorher schon geraucht haben.2

Wenn das noch nicht genug Gründe sind …

… machen Sie sich bewusst, dass ein rauchfreies Leben neben der Verbesserung Ihrer Gesundheit noch viele weitere Vorteile für Sie bietet:4

  • Sie können ein unabhängiges Leben führen, ganz ohne den Stress, „rauchen zu müssen“, und haben im kommenden Jahr mehr Zeit für schönere Gedanken als die nächste Zigarette.
  • Mit dem Geld, das Sie jede Woche sparen, können Sie sich den einen oder anderen langersehnten Wunsch erfüllen.
  • Der Rauchstopp kann sich in Ihrem Aussehen bemerkbar machen, Ihr Teint wird frischer, die Haare kräftiger und Verfärbungen an Fingern und Nägeln gehen zurück.

Auf ein rauchfreies und gesundes neues Jahr!


Referenzen
1. Bundesgesundheitsministerium. Rauchen. Online verfügbar unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/r/rauchen.html (Letzter Zugriff 20.09.2021).
2. DKFZ. Fehlannahmen zum Rauchen. Online verfügbar unter https://www.dkfz.de/de/rauchertelefon/Fehlinformationen_zum_Rauchen.html (Letzter Zugriff 22.09.2021).
3. American Cancer Society. Health Benefits of Quitting Smoking Over Time. Online verfügbar unter https://www.cancer.org/healthy/stay-away-from-tobacco/benefits-of-quitting-smoking-over-time.html (Letzter Zugriff 22.09.2021).
4. BZgA. Vorteile des Rauchstopps. Online verfügbar unter https://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/vorteile-desrauchstopps/ (Letzter Zugriff 20.09.2021).

DE-41278/21

Wir müssen Reden! COPD darf kein Tabu-Thema sein

Es gibt Themen über die redet man häufig – über andere eher weniger. Und es gibt solche, bei denen man sich unwohl fühlt, wenn man darüber spricht. Gehört die COPD bei Ihnen zu diesen Themen? Sollte sie nicht!

Speak Up - Ihre Stimme für COPD

Helfen Sie mit und sprechen Sie über COPD – klären Sie Ihr Umfeld auf

Indem Sie über COPD sprechen, helfen Sie, andere darüber zu informieren. Denn obwohl allein in Deutschland knapp 7 Millionen Menschen diese Erkrankung haben, ist sie wenig bekannt. Um darauf aufmerksam zu machen, findet jährlich der Welt-COPD-Tag statt. Und auch dieses Jahr ist es am 17. November wieder so weit: Der von der GOLD (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease) initiierte Aktionstag steht 2021 unter dem Motto „Lungengesundheit“.

Was für unsere Lunge wichtig ist? Sich regelmäßig bewegen, nicht rauchen. Und: Kontrollbesuche in der Arztpraxis. Dort kann die COPD gut behandelt werden. Außerdem können Sie gemeinsam mit Arzt oder Ärztin akute Verschlechterungsschübe erkennen oder sogar dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt. Das ist wichtig, denn jede einzelne Verschlechterung kann zu weiteren bleibenden Schäden an der Lunge führen.

Sprechen Sie daher immer offen, wenn es Ihnen schlechter geht oder Sie sich anders fühlen. So kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin rechtzeitig reagieren und zum Beispiel Ihre Behandlung anpassen.

Folgendes sollte Ihr Arzt/Ihre Ärztin in jedem Fall wissen:

  • Hatten Sie in letzter Zeit vermehrt Husten oder fiel es Ihnen schwerer zu atmen?
  • Mussten Sie Ihr „Notfallspray“ öfter nehmen als sonst?
  • Mussten Sie wegen der Beschwerden häufiger zum Arzt oder sogar ins Krankenhaus?

Denken Sie auch an Ihre regelmäßigen Kontrolltermine. Um diese vorbereiten zu können, finden Sie hier einen Test zu Ihren Beschwerden.

Scheuen Sie sich zudem nicht, Ihre Fragen zu stellen. Je besser Sie informiert sind, desto besser können Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zusammenarbeiten.

Vielen Betroffenen ist es unangenehm über ihre COPD zu sprechen. Das muss sich ändern, damit die Erkrankung mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Das Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Folgen einer COPD bewusst zu machen, damit sie im Fall von Atemnot rechtzeitig eine Praxis aufsuchen.

Speak Up – Ihre Stimme für COPD

Die Kampagne „Speak Up – Ihre Stimme für COPD“ fordert Patient:innen, Ärzt:innen und öffentliche Personen dazu auf, ihre Stimmen für COPD zu erheben. Das Ziel: Mehr
Aufmerksamkeit für die Erkrankung zu schaffen, über das Thema aufzuklären und die Versorgung zu verbessern. Seien auch Sie Teil der Aktion und sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen!

Auch andere Menschen sprechen über ihre COPD, wie Pauline und Elina im Video.

 

 

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Wenn der Nebel auf die Lunge schlägt

Kalt und trüb, so kennen wir den November. Nebelschwaden hängen in der Luft und machen Menschen mit COPD das Atmen schwer. Das ist aber kein Grund, zu Hause zu bleiben, denn Sie können selbst vorbeugen, damit Ihnen der Nebel weder aufs Gemüt noch auf die Lunge schlägt.

Siegestor München im Nebel

Warum verstärkt Nebel die Luftnot von COPD-Patient:innen?

Herbst ist Nebelzeit: Vor allem in den Morgen- und Abendstunden hängen feinste Wassertröpfchen in der kalten Luft, die bei COPD zu verstärkten Atembeschwerden führen können. Problematisch ist dabei die Kombination aus Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit.1 Als Reaktion auf die kalte Luft ziehen sich die Bronchien zusammen und die hohe Feuchtigkeit trägt ihren Teil dazu bei, indem sie zu einem Anschwellen der Schleimhäute führt. So werden die Atemwege zusätzlich verengt.1

Aber es wird doch immer empfohlen, täglich an die frische Luft zu gehen? Das stimmt und das gilt auch weiterhin, denn Bewegung ist eine der wichtigsten Methoden, um die Lebensqualität von COPD-Patient:innen zu verbessern.2 Und es gibt hilfreiche Tipps, wie Sie die atemwegsverengende Wirkung des Nebels abschwächen können.

Bleiben Sie aktiv

Lassen Sie sich nicht vom nasskalten Wetter abschrecken! Brechen Sie auf zu einem entspannenden Herbstspaziergang und beachten Sie dazu die folgenden Tipps:1

  • Bleiben Sie aktiv Sorgen Sie für wärmere Atemluft, indem Sie einen Schal vor Mund und Nase tragen.
  • Atmen Sie durch die Nase. Dadurch wird die Atemluft effektiver angewärmt, bevor sie in die Lunge gelangt.
  • Verlegen Sie Ihren Spaziergang in den Wald. So gehen Sie Luftschadstoffen aus dem Weg, die die Atemprobleme zusätzlich verstärken können.
  • Um Ihre Atemwege widerstandsfähiger zu machen, inhalieren Sie regelmäßig mit Kochsalzlösung. Durch das Salz kann das Anschwellen der Schleimhäute vermindert werden.
  • Falls erforderlich, nehmen Sie vorbeugend Ihre Medikamente ein.3


Referenzen
1. Lungenärzte im Netz. Nebelwetter kann Luftnot von Atemwegspatienten verstärken. Online verfügbar unter: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/nebelwetter-kann-luftnot-von-atemwegspatientenverstaerken/ (Letzter Zugriff 19.08.2021).
2. McCarthy B et al. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015, Issue 2. Art. No.: CD003793
3. Leichter Atmen Gesundheitsportal. Herbstwetter: Kann Nebel empfindlichen Atemwegen schaden? Online verfügbar unter: https://www.leichter-atmen.de/wie-nebel-bei-copd-schadet (Letzter Zugriff 26.10.2021).

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Es ist nicht immer alles golden, was Oktober ist

Jede/r COPD-Patient:in weiß, mit den kühleren Temperaturen im Herbst naht auch eine erhöhte Infekt Gefahr und damit das Risiko akuter Verschlechterungen der chronischen Lungenerkrankung – sogenannte Exazerbationen. Denn mehr als die Hälfte dieser sind auf eine Atemwegsinfektion zurückzuführen.1

Aber tief durchatmen, zum Glück kann man mit der richtigen Ernährung das Immunsystem für die kältere Jahreszeit wappnen und den Körper widerstandsfähiger gegen Infekte machen.2

Älteres Ehepar lässt einen Drachen steigen

In aller Munde – Vitamin D

Auch goldene Tage werden kürzer und die Sonne lässt sich nicht mehr so oft blicken – dadurch wird es schwierig, den Körper mit ausreichend Vitamin D zu versorgen. Besonders Patient:innen mit COPD haben häufig einen Mangel an Vitamin D, welcher oft mit einer erhöhten Infektanfälligkeit der oberen Atemwege einhergeht. Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel checken. Greifen Sie rechtzeitig ein und lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt oder Apotheker/in über eine sinnvolle Nahrungsergänzung mit Vitamin D beraten. Ein Ausgleich des Vitamin-D-Mangels kann das Risiko mittelschwerer oder schwerer Exazerbationen reduzieren.3

Lieber Zaubertrank als krank

Smoothies sind mehr als nur ein Trendgetränk. Mit den richtigen Zutaten, selbstgemixt, lassen sich wahre Zaubertränke brauen. Zutaten, die in keinem Smoothie fehlen sollten:

  • Orange, Mango, Kiwi – Diese Früchte enthalten reichlich Antioxidantien, die die Körperzellen vor freien Radikalen schützen können.4
  • Zitrone – Zitronensäure stimuliert die Produktion eines bestimmten Enzyms im Speichel, das die Zellwand vieler Bakterien zerstört und so die Immunabwehr unterstützen kann.5
  • Spinat – Enthält reichlich Magnesium, das Entzündungsprozesse stabilisieren, die Immunabwehr fördern und zur Entspannung der Atemwege beitragen kann.4
  • Ingwer – Der scharfe Stoff des Ingwers (6-Gingerol) sorgt nicht nur für Wärme an kalten Tagen, sondern hat zudem eine antimikrobielle Wirkung und kann dadurch ebenfalls unser Immunsystem unterstützen.5
  • Milchprodukte – Milchprodukte enthalten Phosphor, der für den Sauerstoffaustausch der roten Blutkörperchen unerlässlich ist. Eine unzureichende Versorgung kann deshalb zu Atembeschwerden führen.4

Auf Ihre Gesundheit und einen gesunden, goldenen Herbst!

Referenzen

  1. Lungenärzte im Netz. Das Vermeiden von akuten Atemnotanfällen ist bei COPD lebenswichtig. Online verfügbar unter https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/das-vermeiden-von-akutenatemnotanfaellen- ist-bei-copd-lebenswichtig/ (Letzter Zugriff 17.08.2021).
  2. BZfE. Das Immunsystem stärken. Online verfügbar unter https://www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/ gesundheit/das-immunsystem-staerken/ (Letzter Zugriff 21.09.2021).
  3. Martineau AR, James WY, Hooper RL et al. Vitamin D3 supplementation in patients with chronic obstructive pulmonary disease (ViDiCO): a multicentre, double-blind, randomised controlled trial. Lancet Respir Med 2015; 3: 120–30.
  4. Lungeninformationsdienst. Chronische Lungenerkrankungen: Ernährung. Online verfügbar unter https:// www.lungeninformationsdienst.de/therapie/leben-mit-krankheit/ernaehrung/index.html (Letzter Zugriff 17.08.2021).
  5. Bader M, Dunkel A, Wenning M. Dynamic Proteome Alteration and Functional Modulation of Human Saliva Induced by Dietary Chemosensory Stimuli. J Agric Food Chem 2018; 66(22): 5621–34.

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Ist Ihre Lunge reif für den Sport?

In der AG Lungensport e.V. hat die Atemwegsliga festgelegt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um an Lungensport teilnehmen zu können. Das betrifft sowohl die körperliche Konstitution des Patienten als auch regulatorische Belange.

Mann in Sportkleidung ringt nach Luft

Wie fit müssen Sie sein?

Klingt banal, ist aber ein entscheidendes Kriterium: Als COPD-Patient muss man ein wenig sportliche Grundvoraussetzung mitbringen, um Sport machen zu können.

Um dies feststellen zu können, ist der der Pneumologe Ihr erster Ansprechpartner. In eingehenden Untersuchungen stellt er den Krankheitsstatus fest, dazu gehört:

  • Körperliche Untersuchung
  • Lungenfunktionsprüfung (inklusive Bronchospasmolyse-Test)
  • Arterielle Blutgasanalyse (Ruhe und Belastung)
  • Ruhe- und Belastungs-EKG (bei Kindern ausschließlich Ruhe-EKG)
  • Röntgenthoraxaufnahme
  • Analyse der Leistungsfähigkeit und der Ursachen einer eingeschränkten Belastbarkeit

Sport auf Rezept

Lungensport ist als offizielle Reha-Maßnahme anerkannt, wird als solche behandelt und muss von einem Arzt verordnet/rezeptiert werden. Das bringt Vorteile für Arzt und Patienten:

Der Arzt kann nach der Gebührenordnung mit den Kassen abrechnen, ohne dass sein Budget belastet wird.

Für die Patienten gilt in der Regel, dass die Kassen 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten bezuschussen.

Bei schweren chronischen Atemwegserkrankungen, zu denen eine Vielzahl von COPD-Fällen zählen, beträgt der bezuschussbare Anteil 120 Übungseinheiten während 36 Monaten.

Am schlauesten ist es natürlich, direkten Kontakt mit der Krankenkasse aufzunehmen.

Eine Liste von offiziellen Lungensport-Partnern finden Sie hier:
https://www.lungensport.org/lungensport-register.html

Mit Sport auf Rezept und auf Ihre Gesundheit!

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Sprechen Sie COPDisch?

„Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist, dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid“... alles richtig verstanden?

Sprechen Sie COPDisch?

Verstehen, einfach gemacht

Tatsächlich ist es erstaunlich, was man verstehen kann, wenn man sich nicht versteht. In Arztgesprächen zum Beispiel kommt es oft auf die richtigen Fragen und auf eine gute Vorbereitung an. In unseren Website-Videos finden Sie nahezu alle Themen, die das Verständnis zwischen Ihnen und Ihrem Arzt einfacher machen.

Parlez vous Exazerbation?

COPD ist weltweit kein unbekanntes Problem. Schwieriger wird es, wenn man als Patient oder Angehöriger vor einer Fremdsprachen-Barriere steht, die gerade bei Fachbegriffen natürlich noch höher ist. Deshalb unsere Tipps:

Machen Sie sich eine Liste von wichtigen medizinischen Begriffen, und übersetzen Sie diese vorab in Ihre Urlaubssprache. Zum Beispiel: Atemnot, Kurzatmigkeit, Medikamente, Notfall, COPD, Sauerstoff, (Asthma-) Spray etc. Halten Sie diese Liste stets griffbereit.

Laden Sie sich eine Übersetzungs-App auf Ihr Handy, am besten mit Aussprachefunktion.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse vor der Reise nach medizinischen Gegebenheiten oder Problemen, die in Ihrem Urlaubsland auftreten könnten.

Besprechen Sie mit Ihrer Urlaubsbegleitung, was in einem eventuellen Notfall wichtig ist.

Gut vorbereitet sorgt der Urlaub für beste Erholung.

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Schwitzen wie die Feuerwehr: Sommeralarm bei COPD

Endlich schönes Wetter, aber ehe Ihnen die heißen Tage zu Kopf steigen oder auf die Lunge schlagen, machen Sie sich hitzefest.

Schwitzen wie die Feuerwehr: Sommeralarm bei COPD

Wir „schwitzen“ durch die Lungen

Bei Hitze gibt der Körper nicht nur über die Haut Wärme ab, sondern auch über die Lunge durch den Luftaustausch. Ein Grund, warum sich die Atemfrequenz leicht erhöht. Bei COPD-Patienten, deren Lunge durch die Erkrankung bereits stark geschädigt ist, ist dieser Weg des Wärmetransports eingeschränkt.

In der Folge berichten COPD-Patienten während der Sommermonate nicht selten, dass sehr heiße Tage von 25 Grad Celsius oder mehr ihr Wohlbefinden, die Belastbarkeit und ihre Leistungsfähigkeit deutlich verringerten.

Werden Sie zum Schattensucher

So schön die Sonne ist, als COPD-Patient sollten Sie sich vor ihr schützen. Zumindest in den Mittagsstunden empfiehlt sich ein Platz im Schatten.

Mediterranes Lüften ist angesagt: morgens und in den späten Abendstunden Durchzug, tagsüber zusehen, dass die Sonne vor dem Fenster bleibt.

Spaziergänge und Einkaufen erledigen Sie am besten auch gleich zur Ladenöffnung oder erst gegen Abend.

Vermeiden Sie Kleidung, die Ihnen den Atem raubt. Weite Hemden und Blusen, möglichst nicht aus synthetischen Stoffen, sondern aus Naturstoffen, sorgen für den persönlichen „Klimaschutz“.

Lassen Sie sich die Sonne nicht unnötig auf den Pelz brennen. Luftige, langärmlige Bekleidung schützt vor direkter Einstrahlung und Aufheizen der Haut.

Nicht vergessen: Nehmen Sie nur leichte Kost und Getränke zu sich, dann lebt sich’s auch bei Hitze leichter.

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Bevor Sie Ihre Lunge grillen

„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“, hieß es früher einmal in einer Werbung. Auch wenn es heutzutage gerne und immer öfter auch vegetarisch sein darf: Gesünderes Grillen beginnt schon beim Anzünden.

Mann am Grill

Grill gut, alles besser

Menschen mit schweren Lungenerkrankungen müssen generell mehr darauf achten, unnötigen Belastungen durch Reizstoffe aus dem Weg zu gehen. Kleinste Rauchpartikel, die mit jedem Atemzug tief in die Lungen dringen können, sind buchstäblich Gift für jede Lunge.

Elektro- oder Gasgrills sind hier die bessere Wahl. Rauchfrei, lungenfreundlich und auch leichter regulierbar, was Grilltemperatur und -dauer angeht, verhelfen sie Menschen mit COPD zu mehr Genuss ohne (Husten-)Reue.

Und wer auf „pure“ Röst- und Aromastoffe eines Holzkohlegrills nicht verzichten mag, kann sich und seiner Lunge mit einem Vertikalgrill eine Freude machen. Die Holzkohle wird in eine senkrechte Grillbox gefüllt, der Rauch zieht seitlich nach oben ab.

Wenn COPD ins Gewicht fällt

Gewichtsprobleme bei COPD sind nicht selten. Und zwar in beiden Richtungen. COPD kann den Energiebedarf um das Zehnfache erhöhen, darüber hinaus ist aufgrund der Atembeschwerden der Appetit so weit reduziert, dass manche Patienten schlicht zu wenig essen. Andauerndes Untergewicht ist die Folge, die COPD „frisst“ jede Energie auf.

Andererseits belastet Übergewicht bei COPD bei gleichzeitig wenig Bewegung die Atmung und die Herztätigkeit. Die Patienten sind Sauerstoff-unterversorgt, neigen zu Infekten, die Leistungsfähigkeit sinkt.

Nicht jedes Grillgut grillt gut

Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate – das Maß der Dinge ist die individuelle Ausgewogenheit. Deshalb, und das gilt nicht nur fürs Grillen, sollten COPD-Patienten mit entsprechenden Problemen über ihre Ernährung nachdenken und sie bei Bedarf anpassen. Sollten Sie persönlich betroffen sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob für Sie eine begleitende, professionelle Ernährungsberatung sinnvoll sein kann.

Wie die Jahre gezeigt haben: Fleisch ist nicht alles, was man grillen kann. Aber alles, was man grillt, sollte einem auch gut tun.

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Tour de Chance mit COPD.

Das Thema Lungensport ist allgegenwärtig bei der COPD (wie auch bei anderen Lungenerkrankungen wie Asthma). Durch die Besonderheiten der COPD und deren Auswirkungen tun sich betroffene Patienten meist noch schwerer, den Körper in Schwung zu bekommen.

Fahrrad im Gras

Bewegen und bewegen lassen bei COPD

Gerade jetzt im Frühling geht’s wieder nach draußen, es öffnen sich viele Chancen, sich wieder zu bewegen, die Lungen zu lüften, Lebensqualität zu gewinnen.

Schön, dass es heutzutage mehr Möglichkeiten gibt, wie man sein Leben bewegter gestalten kann. Für körperlich weniger belastbare Menschen, wie es COPD-Patienten oft sind, gehören neben dem kleinen Spaziergang „um den Block“ auch einfache Radtouren zum Repertoire der Chancen.

E-Bike und Dreirad sorgen für Antrieb

Haben Sie schon mal an ein modernes E-Bike gedacht? Man muss zwar immer noch in die Pedale treten, aber sie minimieren bei Bedarf den Kraftaufwand erheblich. Sogar hügelige Strecken stellen dank der Elektro-Unterstützung kein Problem mehr dar. Und wenn selbst Ausdauersportler auf E-Bikes setzen und sitzen – warum nicht auch COPD-Patienten?

Für bequemere, aber dennoch bewegtere Einkäufe sind Dreiräder gut geeignet. Sie ermöglichen auch langsames Fahren im Schritttempo, erleichtern den Transport von Einkaufstüten und in der Freizeit findet ein Picknickkorb gut Platz für die Tour ins Grüne.

So kommen Sie in Bewegung und fahren der COPD davon.

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Ich will mehr vom Leben trotz COPD.

Die Belastung bei COPD ist hoch. Manche Betroffene kommen buchstäblich nicht mehr vor die Tür. Wer nicht aufpasst, kann schnell in die Abwärtsspirale depressiver Verstimmungen geraten.

Mann spiegelt sich in Fensterscheibe

Achtung! Achten Sie auf sich selbst!

Wenn man sich um jemanden sorgt, sagt man gerne mal, derjenige möge „auf sich Acht geben“... Aber wie schafft man das? Hierzu gibt es einige Tipps und Ratschläge, die sich zwar banal anhören, aber dann zu wirken beginnen, wenn man auf sie „achtet“.

Zuallererst gehört ein gutes Stück Disziplin, oder sagen wir einfach „Dranbleiben“ dazu. Achtsamkeit ist eine tägliche Aufgabe. Generell, aber auch ganz konkret:

Achten Sie auf Ihren Atem. Gezielte Atemübungen bringen Sauerstoff ins Leben.

Der COPD was husten. Achtsamkeit heißt auch, dass man auf seinen Husten achtet. Für Menschen mit COPD ist es wichtig, die Bronchien regelmäßig von Schleim zu befreien. Allerdings: Unkontrollierter Husten kann die Flimmerhärchen schädigen und langfristig das ganze „System Lunge“ beeinträchtigen. Haben Sie schon mal von einem Atemphysiotherapeuten gehört? Fragen Sie demnächst Ihren Arzt danach.

Gestärkter Körper, stärker im Leben. Kraft- und Dehnübungen helfen den Muskeln, den Körper stabiler zu halten, die Lungen zu öffnen, den Brustkorb „gefühlt“ zu weiten. Das Gefühl von „Kontrolle“ über den eigenen Körper hilft auch mental und gibt Selbstsicherheit.

Mehr vom Leben bei COPD

In der Freizeit, im Alltag, im Beruf: Achtsamkeit kann man ins Leben integrieren. Es geht dabei auch darum, wieder leistungsfähiger zu werden und sich einfach wieder besser zu fühlen.

Neben den Tipps, die wir Ihnen hier geben können, gibt es natürlich noch eine Menge mehr. Am besten, Sie sprechen mit Ihrem Arzt darüber oder nutzen gleich hier die Zeit, um sich z.B. in unserem Experten-Video zum Thema Lungensport zu informieren.

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Lass die Sonne in dein Herz, gerade auch bei COPD

Im März werden die Tage wieder spürbar länger. Zum Frühlingsanfang am 20.3. geht die Sonne bereits kurz vor halb 7 Uhr morgens auf und erst um ca. 18:30 Uhr wieder unter. Und mit 12 Stunden Tageslicht lässt sich eine Menge anfangen.

Lass die Sonne in dein Herz, gerade auch bei COPD

Der März bringt Sonne in die Seele

Die dunklen Wintermonate sind für viele COPD Patienten eine genauso dunkle Belastung. Wer zu depressiven Verstimmungen neigt, hat damit besonders zu kämpfen. Deshalb ist es umso wichtiger, im Frühling mehr auf sich zu achten. Sich in die erste Sonne setzen, die Augen schließen, die hellen Strahlen im Gesicht spüren, die Wärme durch die Haut sickern lassen. Ein Genuss, der Körper wie Seele mit Energie betankt. Wertvolle Energie, die Patienten mit COPD besonders benötigen im Kampf für starke Lungen.

Freuen Sie sich auf den Frühjahrsputz

Fegen Sie den Staub der kalten Jahreszeit buchstäblich hinaus. Vielleicht haben Sie eine Idee, wie Sie ein paar Möbel in der Wohnung umstellen können? Besuchen Sie die Deko-Abteilung im Baumarkt. Frischen Sie ihr Leben und Ihre Lungen auf.

Reiher, Hund, Schildkröte, Skorpion – bei COPD mit Yoga in den Frühling

Yoga-Übungen mögen mitunter etwas skurrile Bezeichnungen haben. Erwiesen ist jedoch, dass Yoga für Patienten mit COPD eine ebenso sinnvolle Form der pneumologischen Rehabilitation sein kann wie dies traditionelle Reha-Maßnahmen sind*. Lungenfunktion, Ausdauer und Entzündungsmarker verbessern sich in vergleichbarem Maße. Ganz abgesehen von der Lebensqualität, die mit regelmäßigem Yoga ebenso ansteigt. Ideal also, um den Frühling auch körperlich einziehen zu lassen.

* European Lung Foundation: Researchers Study Yoga as a Form of Pulmonary Rehabilitation for COPD. – Nachricht vom 22. Oktober 2015
Desveaux, L.: Yoga in the Management of Chronic Disease: A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Med Care. 2015, 53(7):653-61

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Wie viel Frost verträgt die COPD-Lunge?

In der kalten Jahreszeit lauern einige Gefahren für COPD-Erkrankte. Zwei davon sind zum einen das Infektionsrisiko, zum anderen die niedrigen Temperaturen oder gar Frostluft.

 Wieviel Frost verträgt die COPD Lunge?

AHA bei COPD!

Sinnvollerweise haben aktive Hygienemaßnahmen inzwischen Eingang in den Alltag gefunden. Einfache Regeln wie Händewaschen/-desinfektion, in die Armbeuge niesen, aber auch bei Bedarf Mund-Nasen-Schutz tragen, sind weitgehend Normalität geworden. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass man nicht nur vor schwerwiegenden Infektionen besser geschützt ist, sondern natürlich auch vor Husten oder Schnupfen oder leichten grippalen Infekten. AHA (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) hilft auch COPD-Patienten. Und macht das Leben einfach einfacher.

Januarfrost = Lungenfrust bei COPD?

Draußensportler wie Jogger, Fußballer, Mountainbiker wissen es: Sobald die Temperaturen unter –5 °C und noch tiefer fallen, wird es kritisch. Eiskalte Luft wird eingesogen, mit steigender Anstrengung immer intensiver und immer tiefer, irgendwann fangen die oberen Atemwege an zu „brennen“.

Was für Sportler anstrengend ist, wird für COPD-Erkrankte schnell zum Risiko. Durch die eisige Luft ziehen sich die Bronchien reflexhaft zusammen. Die ohnehin verminderte Sauerstoffversorgung bei COPD wird zusätzlich erschwert. Die durch Kälte trockenen und gereizten Atemwege werden anfällig für Infektionen und das Risiko von Exazerbationen steigt.1 Nun, was kann man tun?

  • Atemluft vorwärmen durch bewusstes Einatmen durch die Nase
  • Atmen Sie durch einen Schal um Mund und Nase, das wärmt die Luft vor und macht sie feuchter
  • Spaziergänge am besten zu wärmeren Tageszeiten
  • Befeuchtende (!) z. B. salzhaltige Nasensprays können helfen, ebenso klassische Inhalationen mit Kochsalzlösung

Und nicht zuletzt: Auf jeden Fall weiterhin auch rausgehen, auch wenn die Luft etwas frischer als „frisch“ ist. Denn Bewegung hat auf jeden Fall einen positiven Effekt auf die Erkrankung.

Quellenangaben:
1. Lungenärzte im Netz. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/lungenpatienten-muessen-bei-kaelte-nicht-zu-hause-bleiben/ (Letzter Zugriff 05.01.2021).

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